Burgenland Teil 1: Ein kleiner Einblick in die Geschichte

Burgenland ist das östlichste und gemessen an der Einwohnerzahl (ca. 287.000) kleinste Bundesland der Republik Österreichs. Das Land grenzt im Osten an Ungarn, im Westen an Niederösterreich sowie Steiermark, im Süden wenige Kilometer mit Slowenien und im Norden ein kleines Stückchen mit der Slowakei. Historisch wie auch geographisch ist das Land ein Grenzland. Es ist lang gestreckt und in der Mitte wie abgeschnürt (bei Sieggraben nur etwa 4 km breit).

Leuchtturm am Neusiedler See Schloss Esterhazy in Eisenstadt Schlosspark in Eisenstadt Haydn Kirche am Kalvarienberg in Eisenstadt Fischerhütten am Neusiedlersee bei Rust Storch, Rust am Neusiedler See Neusiedler See, Europas größter Eislaufplatz Weinort Mörbisch am Neusiedler See Weinland Burgenland Kellergasse Bburgenland
  • Leuchtturm am Neusiedler See
  • Schloss Esterhazy in Eisenstadt
  • Schlosspark in Eisenstadt
  • Haydn Kirche am Kalvarienberg in Eisenstadt
  • Fischerhütten am Neusiedlersee bei Rust
  • Storch, Rust am Neusiedler See
  • Neusiedler See, Europas größter Eislaufplatz
  • Weinort Mörbisch am Neusiedler See
  • Weinland Burgenland
  • Kellergasse Bburgenland


Zur Römerzeit war Burgenland die Provinz "Pannonia". Während der Völkerwanderung drangen in diesem Grenzgebiet die asiatischen Volksstämme Awaren, Hunnen und Mongolen vor. Die Leitha war lange Zeit der Grenzfluss zwischen Abend- und Morgenland, denn die östlich davon gelegenen Gebiete gehörten bereits zu Ungarn. Im 16. Jahrhundert erlangten zwei Magnatenhäuser die Herrschaft: Im Süden des Landes das Geschlecht der Batthyány und im Norden die Fürsten Esterhàzy welche das Land jahrhundertelang prägten.

Die Hauptstadt Burgenlands ist Eisenstadt, nachdem die historische Hauptstadt des Gebietes Ödenburg (heute Sopron) auf Grund einer Volksabstimmung Ungarn zugesprochen wurde. Statt Ödenburg wurde daher Eisenstadt am 19. Oktober 1925 zum Sitz der burgenländischen Landesregierung und somit zur Landeshauptstadt bestimmt.

Die Entstehung des Burgenlandes 1918-1921

Als zu Ende des Ersten Weltkrieges (1914-1918) die Habsburger-Monarchie Österreich Ungarn zerfiel, beanspruchte der neu gegründete Staat Deutschösterreich den deutschsprachigen Teil Westungarns für sich. Zwischen Österreich und den Siegermächten abgeschlossenen Vertrag von St. Germain wurde das Gebiet 1919 Österreich zugesprochen. Ungarn musste sich im Vertrag von Trianon 1920 dazu verpflichten, es abzutreten. Ungarn beabsichtigte freilich diesen Verlust mit allen möglichen Mitteln zu verhindern. Als diese versagten, versuchten Freischärler mit Waffengewalt die Übergabe des Burgenlandes zu verhindern. Erst im Herbst nach italienischer Vermittlung verpflichtete sich Ungarn am 13. Oktober 1921 im „Venediger Protokoll“ zur Übergabe des Landes. Um die Jahreswende 1921/22 kam dann endgültig das Burgenland als „selbständiges, gleichberechtigtes Bundesland“ zur Republik Österreich.