Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr: Anstieg bei Kinder Opfern registriert

Die Verkehrsunfallbilanz des ersten Halbjahres 2015 zeigt auf den ersten Blick eine sehr erfreuliche Entwicklung: 212 Menschen sind im ersten Halbjahr bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben gekommen. Zwar handelt es sich um den zweitniedrigsten Wert seit Bestehen der Statistiken im Jahr 1950, teilte das Innenministerium (BMI) am Mittwoch. Vor allem die Bundesländer Burgenland, Kärnten und Vorarlberg nehmen Spitzenpositionen im Reigen der "Best off" ein. Allerdings hat es einen starken Anstieg bei der Zahl der getöteten Kinder gegeben wodurch sich die Euphorie in Grenzen hält, wie auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ausführte.

Deutlicher Anstieg bei Kindern unter den Verkehrsopfern

Traurig ist der deutliche Anstieg von getöteten Kindern im diesjährigen ersten Halbjahr. Seit Anfang des Jahres sind bereits neun Opfer zu beklagen. Im Jahr davor starben im gleichen Zeitraum drei Kinder bei Verkehrsunfällen. Von den neun Kindern wurden laut den Zahlen des BMI fünf als Pkw-Insassen getötet, drei als Fußgänger und eines als Radfahrer. Der schwerste tödliche Unfall ereignete sich am Freitag vor Pfingsten, als bei einem Verkehrsunfall in Niederösterreich neben zwei Erwachsene auch drei Kinder ums Leben kamen, als das Auto von einem Zug erfasst wurde.

Bilanzen, und Unfallursachen

Die niedrigste Halbjahresbilanz mit 191 Toten gab es 2013, elf Prozent weniger als in diesem Jahr. Im Jahr 2014 kamen 238 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 26 Opfer bzw. 10,9 Prozent mehr als 2015.

Die Hauptunfallursachen im ersten Halbjahr sind Unachtsamkeit (51 Unfälle) und nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (49). An dritter Stelle liegt die Vorrangverletzung (Kreuzungsunfälle), gefolgt von Vorschriftswidrigem überholen und vom Fehlverhalten von Fußgängern beim Fahrbahnüberqueren.

Die meisten tödlichen Unfälle gab es in Niederösterreich (61 Opfer), gefolgt von Oberösterreich (38) und der Steiermark (32). In Tirol kamen 22 ums Leben, in Salzburg (21) und in Kärnten (17). Im Burgenland und in Wien waren jeweils 9 Tote zu beklagen. Die wenigsten Todesopfer gab es in Vorarlberg mit drei Toten.


Autor: Mario Weidinger am 01.07.2015 - 10:05


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