760.000 Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr in Österreich im Müll

Zu diesem Ergebnis kommt ein Lagebericht des Österreichischen Ökologie Institutes, der vom WWF und von Mutter Erde in Auftrag gegeben und am Dienstag in Wien vorgestellt wurde. Fehlende Daten zu Landwirtschaft und Produktion lassen eine noch höhere Abfallmenge vermuten.

Laut WWF finden sich in heimischen Restmüllbehältern rund 157.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelreste - viele davon sind noch originalverpackt oder nur teilweise verbraucht. Diese Verschwendung bedeute vor allem für die Umwelt eine enorme Belastung, da bei der Produktion von Lebensmitteln viele Ressourcen und Energie vergeudet werden.

Schätzungen der EU-Kommission zufolge werden in der europäischen Union innerhalb eines Jahres etwa 89 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet - das entspräche 179 Kilogramm pro Kopf. Dies stelle nicht nur ein umweltpolitisches, sondern auch ein wirtschaftliches und ein ethisches Problem dar, betonte Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin von Mutter Erde.

Sie appellierte am Dienstag deswegen vor allem an die Konsumenten. "Wenn man Lebensmittel vorm Müll retten will, muss man sich gut Gedanken darüber machen, wie man Lebensmittel zuhause lagert", außerdem sei es wichtig bewusst einzukaufen und über Haltbarkeiten Bescheid zu wissen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum vergleicht sie mit der Garantie diverser Geräte: "Niemand kommt auf die Idee einen Fernseher wegzuwerfen, weil die Garantie ausgelaufen ist", bei Lebensmitteln sei dies jedoch gang und gäbe.

Problematisch seien auch die Sortiment Wechsel im Handel, im Zuge derer es häufig zu Entsorgung von Saisonware, wie zum Beispiel den Schokoosterhasen, kommt.


Autor: Mario Weidinger am 22.03.2016 - 19:31


- SOCIAL MEDIA -

googleplus    facebook    twitter    email

- NEWS - BEREICH -

Home - Startseite

Aktuelle News 2017
Archiv
Aktuelle News 2016
Aktuelle News 2015
Aktuelle News 2014